Eine Veranstaltung der vhs Mettmann-Wülfrath in Kooperation mit Amnesty International, dem Forumtheater Ruhr, der evangelischen Kirchengemeinde Mettmann und dem Bündnis für Toleranz und Zivilcourage Mettmann. Wie leicht verletzen wir die Würde anderer – auch die eigene – im Alltag, oft ohne es zu merken? „WÜRDE alles NEHMEN“ zeigt Begegnungen, in denen Vorurteile, Macht und Sprachlosigkeit aufeinandertreffen. Zwischen Mutter und Tochter, Kund:innen und Kolleg:innen, Mann und Frau, Mensch und Mensch. Das Forumtheater Ruhr lädt das Publikum ein, hinzusehen, mitzudenken und mitzugestalten: Wie können wir in einer komplexen Welt achtsam mit der Würde aller Lebewesen umgehen? Wo beginnt Würdeverletzung – und wie können wir es besser machen? Ein Abend, der bewegt, provoziert und zur Handlung einlädt.
Veranstaltung in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte der Stadt Düsseldorf Wo gibt es in der Stadt heute noch sichtbare Spuren der NS-Zeit? Welche Zeichen der Erinnerungen gibt es? Wo wird an einzelne Menschen, die verfolgt und ermordet wurden, erinnert? Wer hat die „Stolpersteine“ erfunden und an wen erinnern diese Steine? Was passierte nach 1933 auf der Kö? Das Kunstprojekt von Gunter Demnig existiert seit 1992. Seitdem hat er in Europa fast 80.000 Stolpersteine für alle Opfer des Nationalsozialismus verlegt. In Düsseldorf werden die Betreuung der Verlegung und alles Organisatorische von den Mitarbeiterinnen der Mahn- und Gedenkstätte bzw. des Förderkreises übernommen. Nach jetzigem Stand (Juli 2025) liegen auf dem gesamten Stadtgebiet 427 Stolpersteine. Quelle: https://gedenkstättedüsseldorf.de/bildungsangebote/stolperstein-stadtspaziergaenge/
In Kooperation mit den Volkshochschulen Hilden-Haan, Monheim am Rhein, Langenfeld, und Erkrath Hermann, Varus und der Teutoburger Wald - Auch im Rheinland ist die sagenumwobene Varusschlacht bekannt, genauso wie die vermeintliche germanische Kultstätte "Externsteine". Seit jeher prägt Verklärung unser Bild auf das Germanentum, auf den zweiten Blick aber entpuppt sich vieles als konstruierte Vergangenheit - politisch motiviert und in der Moderne geschaffen, um dem vergleichsweise jungen Deutschen Reich identitätsstiftende Helden zu liefern. Auch heute werden "die Germanen" als Projektionsfläche unterschiedlichster politischer Erwartungen Gegenstand von Ideologiebildungen, insbesondere in rechtsextremistischen Kreisen. Gehen Sie im Rahmen dieser Exkursion mit uns auf eine Entdeckungsreise in den Teutoburger Wald. Wir besuchen im Rahmen der Exkursion die Externsteine sowie die Wewelsburg. Wir hinterfragen kritisch unsere Interpretation von Geschichte und diskutieren, welche Funktion Geschichtsbilder in politischen Ideologien erfüllen können. Bitte beachten: - Alle Bus-Transfers sowie die Eintrittsgelder und Vorträge sind in der Gebühr enthalten. - Sie erhalten die Gelegenheit zu einem Mittagessen, dieses ist jedoch nicht im TN-Entgelt enthalten. - Bitte beachten: Die Exkursion ist nicht barrierefrei!
Die Bezirksregierung Düsseldorf lädt zu einer besonderen Führung durch das historische Gebäude auf der Cecilienallee ein. Unter dem Titel „Die Bezirksregierung Düsseldorf als ehemalige NS-Täterbehörde – Verbrechen, Kontinuitäten, Aufarbeitung“ beschäftigt sich die Führung mit der Rolle des Regierungspräsidiums, der heutigen Bezirksregierung, während der Zeit des Nationalsozialismus und der aktiven Beteiligung an seinen Verbrechen. Der von Sabine Mansour (Volljuristin), Christiane Pflug-Schimmel (M.A. Politisch-Historische Studien) und Stella Hoppmann (M.A. Geschichtswissenschaften) durchgeführte Rundgang führt durch die Räumlichkeiten der heutigen Bezirksregierung, in denen einst zentrale und damit mörderische Entscheidungen im Namen der NS-Ideologie getroffen wurden. Im Fokus stehen dabei unter anderem die enge Zusammenarbeit mit der - zeitweilig im selben Haus untergebrachten -, Gestapo sowie Täterbiografien, die anhand damaliger Personalakten erarbeitet wurden. Zahlreiche Dokumente und Fotos aus dem Landesarchiv NRW veranschaulichen die Funktion der Behörde im NS-Staat – bis hin zu Beteiligung und Organisation an seinen Verbrechen. Der Fokus liegt auf der besonderen Verantwortung auch einzelner Mitarbeitender und Individuen durch ihr Mitwirken in der Umsetzung der NS-Ideologie auf allen Ebenen entgegen der Idee eines komplexen anonymen „Getriebes“, einer Art „Maschinerie“ oder eines "Strudels" an Mitläufertum. Anhand dieser Inhalte wird vermittelt und deutlich, warum es wichtig ist, sich mit der Täterperspektive zu beschäftigen. Gleichzeitig wird auch anhand von Beispielen auf Formen von Widerstand in der Verwaltung und in der Bevölkerung im Regierungsbezirk eingegangen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den personellen und institutionellen Kontinuitäten in der Nachkriegszeit, den Entnazifizierungsprozessen und der Bezirksregierung als Entschädigungsstelle für NS-Unrecht, einschließlich der kritischen Beleuchtung der Geschichte und Entwicklung dieser Funktion. Die Führung leistet einen Beitrag zur aktuellen Kampagne #NieWiederIstJetzt der Landesregierung NRW und setzt ein aktives Zeichen gegen Hass und Hetze. Zudem findet die Veranstaltung im Rahmen des vhs-Bildungsangebots zu den Themen „Erinnern, Gedenken, Mahnen“ statt. Diese Bildungsreihe bietet Anlass, die nationalsozialistischen Verbrechen, ihre Nachwirkungen und die fortwährende Bedeutung historisch-politischer Bildung im lokalen Kontext und auch im Verwaltungsalltag in den Blick zu nehmen. Die öffentlich zugängliche Führung ist bislang einzigartig und wurde in Zusammenarbeit mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf konzipiert, deren Sitz im alten Stadthaus auf der Mühlenstraße ebenfalls bis 1911 und Umzug auf die jetzige Cecilienallee jener der Bezirksregierung war.
